Direkt zu:
Sprache

Suche
Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

27.10.2021

Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im Kreis Kleve weiter gesunken

Jobcenter Kreis Kleve legt Oktober-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

 

Kreis Kleve – Die Zahl der so genannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im Kreis Kleve ist im Oktober weiter auf nunmehr 7.444 gesunken. Das sind 65 weniger als im September und 401 weniger als im Oktober 2020. „Die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt zeigt sich auch im Kreis Kleve. Die Nachfrage der Wirtschaft nach neuen Beschäftigten zieht weiter an. Dies wirkt sich erfreulicherweise ebenfalls auf die Zahl der SGB-II-Leistungsempfänger aus“, so Landrätin Silke Gorißen. Derzeit sind von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreis Kleve etwa 5,0 auf SGB-II-Transferleistungen angewiesen. Im überregionalen Vergleich liegt der Wert bundesweit bei 6,6 und landesweit bei 8,9.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Somit werden aktuell die Zahlen aus dem Monat Juni abgebildet. Bereits im Sommer stieg die Zahl der Vermittlungen in Arbeit deutlich an. So konnten im Juni 2021 insgesamt 200 Personen durch die Jobcenter in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Die Vorjahreszahl aus Juni 2020 lag bei lediglich 139. Auch die Vermittlungen in Minijobs haben sich erhöht. Im Juni 2021 starteten 107 Personen in einem Minijob – im Vorjahresmonat waren es 68.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im September 2021 wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Betrag in Höhe von rund 8,9 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,4 Mio. Euro. Bislang lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2021 (Januar bis September) bei insgesamt 83,2 Mio. Euro.

Widersprüche und Klagen im SGB II

Kreisweit sind derzeit im Bereich des SGB II bei aktuell 7.444 Bedarfsgemeinschaften insgesamt 131 Widersprüche und 176 Klagen anhängig. Bei den Widersprüchen (1,8 Prozent) und bei den Klagen (2,4 Prozent) liegen die Quoten im Kreis Kleve deutlich unterhalb des Landesdurchschnitts (2,5 / 3,3 Prozent). Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Widersprüchen beträgt beim Jobcenter Kreis Kleve rund zehn Wochen. Danach werden sie entweder zurückgenommen oder abgewiesen, ihnen wird abgeholfen oder sie erledigen sich anderweitig. Einem Widerspruch „abhelfen“ bedeutet, dass die angefochtene Entscheidung ganz oder teilweise im Sinne des Widersprechenden durch den Kreis Kleve geändert und damit inhaltlich verändert wird.

Monatlich erreichen den Kreis Kleve derzeit durchschnittlich 33 Widersprüche. Eine vergleichbare Zahl von Widerspruchsverfahren endet pro Monat. Soweit einem Widerspruch nicht stattgegeben wurde, kann der Leistungsberechtigte Klage erheben. Bei den Klagen sind es monatlich etwa fünf Zu- bzw. Abgänge. Dies zeigt, wie sinnvoll das dem Klageverfahren vorgelagerte Widerspruchsverfahren ist, da etwa 85 Prozent der Widersprüche nicht in einem Gerichtsverfahren weiter betrieben werden. Rund 47 Prozent der erhobenen Widersprüche betreffen die Bereiche „Anrechnung von Einkommen und Vermögen“ und „Kosten für Unterkunft und Heizung“.

Im Kreis Kleve wurden 53 Prozent der Widersprüche zurückgewiesen (NRW: 52 Prozent), 7 Prozent erledigten sich durch eine Rücknahme des Widerspruchs (NRW: 11 Prozent). 40 Prozent der Widersprüche wurden stattgegeben oder teilweise stattgegeben (NRW: 37 Prozent).