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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

27.08.2021

Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im Kreis Kleve weiter gesunken

Jobcenter legt August-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

 

Kreis Kleve – Im Kreis Kleve leben derzeit 13.649 Menschen in 7.644 so genannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften. Die Zahl der Menschen, die diese Transferleistungen erhalten, ist in den letzten vier Monaten um 556 gesunken (April: 14.205). „Die Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich weiter. Das Wachstum der Beschäftigung hält an, sodass sich der Arbeitsmarkt von den Folgen der Corona-Krise etwas erholt. Das zeigt sich auch bei der geringeren Zahl an Menschen, die SGB-II-Leistungen erhalten, und an der gestiegenen Zahl an Vermittlungen in Arbeit“, erläutert Landrätin Silke Gorißen.

10.167 der aktuell betroffenen Menschen sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte – bei den verbleibenden 3.482 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kreis Kleve ist zwischen 25 und 49 Jahre alt. Der Frauenanteil liegt in dieser Altersgruppe bei 53,2 Prozent. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreisgebiet befinden sich etwa 5,2 im SGB-II-Leistungsbezug. Im überregionalen Vergleich liegt der Wert bundesweit bei 6,8 und landesweit bei 9,1. In den Nachbarkreisen liegt diese Quote in Wesel bei 7,2, in Viersen bei 5,7 und in Borken bei 4,0.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. In die August-Statistik gehen somit die Vermittlungszahlen aus dem Monat April ein. Im April 2021 konnten 193 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Weitere 73 Menschen arbeiten nun in einem Minijob. Insgesamt konnten somit im April 266 Personen in Arbeit vermittelt werden. Ein Jahr zuvor, im April 2020, waren dies aufgrund der wirtschaftlichen Corona-Effekte insgesamt lediglich 181 Personen.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im Juli 2021 wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Betrag in Höhe von rund 9,0 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,4 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2021 (Januar bis Juli) bei insgesamt 65,0 Mio. Euro.