Direkt zu:
Sprache

Suche
Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

29.12.2022

Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im Kreis Kleve erneut leicht gestiegen

Jobcenter legt Dezember-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

 

Kreis Kleve – Im Kreis Kleve leben derzeit 14.236 Menschen in 7.728 so genannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften. Die Zahl der Menschen, die diese Transferleistungen erhalten, ist seit dem Sommer kontinuierlich gestiegen (Mai 2022: 12.628 Personen). Grund dafür ist, dass ukrainische Kriegsgeflüchtete seit Juni 2022 nach und nach ins SGB II wechseln und damit Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. 10.343 der aktuell betroffenen Menschen sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte – bei den verbleibenden 3.893 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kreis Kleve befindet sich in der mittleren Altersgruppe von 25 bis 49 Jahren. Der Frauenanteil liegt in dieser Altersgruppe bei 55,6 Prozent. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreisgebiet befinden sich etwa 5,2 im SGB-II-Leistungsbezug. Im überregionalen Vergleich liegt der Wert bundesweit bei 6,8 und landesweit bei 9. In den Nachbarkreisen liegt diese Quote in Wesel bei 7,3, in Viersen bei 5,9 und in Borken bei 4,5.

Die Zahlen der Vermittlungen in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. In die Dezember-Statistik gehen somit die Vermittlungszahlen aus dem Monat August 2022 ein. Im August konnten 302 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Weitere 77 Menschen arbeiten nun in einem Minijob.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im November 2022 wurden zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Betrag in Höhe von rund 9,9 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,25 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2022 (Januar bis November) bei insgesamt rund 102 Mio. Euro.