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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

29.04.2022

Wieder steigende Zahl an Arbeitsvermittlungen des Jobcenters

Kreis Kleve legt April-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

  

Kreis Kleve – Nach zwei Jahren Corona-Pandemie hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt etwas entspannt, auch wenn die konjunkturelle Erholung der vergangenen Monate einen kleinen Dämpfer bekommen hat. Verschärfte Lieferkettenengpässe, massiv gestiegene Energiekosten und eine steigende Inflation wie auch der unwägsame Corona-Pandemieverlauf und die Risiken des Ukraine-Kriegs dämpfen die Konjunkturerwartungen. „Seit einigen Monaten zeigt sich die Belebung am Arbeitsmarkt auch im Kreis Kleve. Die Nachfrage der Wirtschaft nach neuen Beschäftigten ist gestiegen. Dies wirkt sich erfreulicherweise auch auf die Zahl der SGB-II-Leistungsempfänger im Kreisgebiet aus“, so Landrätin Silke Gorißen. Die Zahl der Menschen, die im Kreis Kleve auf Unterstützung durch das Jobcenter angewiesen sind, ist auch im April 2022 zurückgegangen. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Haushalte, die auf eine Unterstützung durch das Jobcenter angewiesen sind, um rund zehn Prozent gesunken. Landrätin Gorißen: „Die Zahl der Haushalte, die auf Transferleistungen angewiesen sind, ist mit aktuell 7.063 auf dem tiefsten Stand seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2008. Somit können wir uns im Jobcenter noch intensiver um die langzeitarbeitslosen Männer und Frauen kümmern.“ In den Bedarfsgemeinschaften leben aktuell 12.714 Menschen. 9.444 Personen sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte – bei den verbleibenden 3.270 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder.

Mehr Vermittlungen in Vollzeit- und Teilzeitjobs

Die positive Wirtschaftsentwicklung zeigt sich auch in der gestiegenen Zahl an Vermittlungen in Arbeit. So konnten die Jobcenter im Kreis Kleve im Jahr 2021 insgesamt 3.363 Personen in ein Arbeitsverhältnis vermitteln. Dies sind 264 Personen mehr als im Vorjahr, als sich die Corona-Effekte auf dem Arbeitsmarkt deutlich zeigten und viele Unternehmen und ihre Beschäftigten in Kurzarbeit waren. „Erfreulich ist, dass bei den Vermittlungen in Arbeit der Anteil an Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Vollzeit- und Teilzeitjobs in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist“, so Landrätin Gorißen. Im Jahr 2017 waren dies 68 Prozent, im vergangenen Jahr 2021 stieg dieser Anteil auf nunmehr 73 Prozent. „Erst durch solch eine Arbeitsaufnahme wächst die Chance auf Unabhängigkeit von Leistungen der Grundsicherung.“ Waren es im Januar 2021 aufgrund der Corona-Einschränkungen lediglich 153 Personen, die in einen Vollzeit-, Teilzeit- oder Minijob vermittelt werden konnten, so stieg die Zahl nach dem Ende zahlreicher Beschränkungen im August auf 461 Personen. Auch im Dezember 2021 lag die Zahl der Vermittlungen mit insgesamt 243 deutlich über dem Vorjahresergebnis von 173.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im März 2022 ein Gesamtbetrag in Höhe von 8,6 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,1 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Im Jahr 2022 lagen die finanziellen Aufwendungen bislang (Januar bis März) bei insgesamt etwa 25 Mio. Euro.