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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

30.08.2022

Wechsel ukrainischer Flüchtlinge ins SGB II lässt Fallzahlen weiter steigen

Jobcenter Kreis Kleve legt August-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

 

Kreis Kleve – Die Zahl der Menschen, die im Kreis Kleve auf SGB-II-Transferleistungen angewiesen ist, steigt weiter. Grund dafür ist, dass ukrainische Kriegsgeflüchtete seit Juni 2022 nach und nach ins SGB II wechseln und damit Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Derzeit leben im Kreisgebiet insgesamt 13.724 Personen in 7.517 so genannten SGB- II-Bedarfsgemeinschaften. Im Vormonat waren es 13.145 Betroffene.

Von den aktuell 13.724 Personen sind 9.707 erwerbsfähige Leistungsberechtigte – bei den verbleibenden 3.438 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kreis Kleve ist zwischen 25 und 49 Jahre alt. Der Frauenanteil liegt in dieser Altersgruppe bei 55,8 Prozent. Im Kreisgebiet befinden sich von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern etwa 4,9 im SGB-II-Leistungsbezug. Im überregionalen Vergleich liegt der Wert bundesweit bei 6,7 und landesweit bei 9,0. In den Nachbarkreisen liegt diese Quote in Wesel bei 7,3, in Viersen bei 5,8 und in Borken bei 4,3.

In der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve werden die Zahlen der Vermittlung in Arbeit mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. In die August-Statistik gehen somit die Vermittlungszahlen aus dem Monat April ein. Im April 2022 wurden 188 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt. Weitere 83 Menschen arbeiten nun in einem Minijob. Die Anzahl der Vermittlungen liegt damit etwa auf Vorjahresniveau.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Juli 2022 ein Betrag in Höhe von 11,5 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,2 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Im Jahr 2022 lagen die finanziellen Aufwendungen bislang (Januar und Juli) bei insgesamt 61,7 Mio. Euro.