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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

23.11.2021

Über HIV und Aids reden – jetzt erst recht!

Hinweise des Gesundheitsamtes des Kreises Kleve zum Welt-Aids-Tag 2021

 

Kreis Kleve – Aufgrund der Corona-Pandemie war der Zugang zu HIV-Test und HIV-Beratung für viele Menschen in den letzten Monaten eingeschränkt. Das Gesundheitsamt des Kreises Kleve weist anlässlich des Welt-Aids-Tages 2021 auf das erweiterte Angebot zu Prävention, Test und Beratung von HIV im Kreisgebiet hin. In den letzten Monaten sorgten Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln auch in der Kreisverwaltung für kompliziertere Abläufe. „Manche Menschen haben sicherlich auch aus Angst vor einer COVID-19-Infektion einen Besuch bei uns verschoben“, erläutert Amtsärztin Dr. Martina Scherbaum. Deshalb ist vorab eine telefonische Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle im Gesundheitsamt unter den Rufnummern 02821 85-507 und 02831 391-829 erforderlich. Der Welt-Aids-Tag findet seit 1988 alljährlich am 01. Dezember statt. Er bekräftigt die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung auf. Unter dem Motto „Leben mit HIV – anders als du denkst!“ lädt der Welt-Aids-Tag 2021 ein, sich (neu) mit dem Thema HIV/Aids auseinanderzusetzen.

Kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung

"Wir haben vieles ausprobiert, um Menschen, die auf unsere Angebote angewiesen sind, auch in der Pandemie zu erreichen," so Amtsärztin Dr. Scherbaum. "So haben wir im Gesundheitsamt beispielsweiseerweiterte Telefonberatung und die Kooperation mit der Aids-Hilfe Krefeld eingeführt, die wir jetzt zusätzlich zu unseren bisherigen Aktivitäten weiterführen. Außerdem wird der Online-Auftritt modernisiert, damit wichtige Informationen jederzeit abrufbar sind. Menschen, die über HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen mit uns sprechen wollen, können daher aus einer größeren Vielfalt das Angebot wählen, das für sie am besten passt.“ Auch für das Jahr 2021 rechnet das Gesundheitsamt des Kreises Kleve mit einem deutlichen Rückgang der HIV-Neudiagnosen. Dr. Scherbaum: „Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass sich weniger Menschen mit HIV infiziert haben. Ein wichtiger Grund könnte auch sein, dass Menschen keine Gelegenheit hatten, sich testen zu lassen. Umso wichtiger ist es, darauf hinzuweisen, dass wir unser Angebot jetzt intensivieren und vielfältiger gestalten!“

Die Beratung vor Ort in Kleve und Geldern ist kostenlos, anonym und vertraulich. Das Testangebot umfasst HIV und andere sexuell übertragbaren Infektionen, beispielsweise Syphilis. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine große Anzahl qualitativ hochwertiger, anonymer und kostenfreier oder kostengünstiger Beratungs- und Testangebote bei Gesundheitsämtern und Freien Trägern.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Kreises Kleve und auf der Internetseite der Aidshilfe NRW (www.hiv-sti-test.nrw).

Zur Erklärung: Zwischen HIV und Aids unterscheidet man. HIV bedeutet „Humanes Immundefizienz-Virus“, übersetzt also etwa „menschliches Abwehrschwäche-Virus“. HIV schädigt körpereigene Abwehrkräfte, die auch Immunsystem genannt werden, erklärt die Deutsche Aids-Hilfe auf ihrer Internetseite www.aidshilfe.de. So kann der Körper eindringende Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren nicht mehr bekämpfen. Im schlimmsten Fall treten dann bestimmte lebensbedrohliche Erkrankungen auf, zum Beispiel schwere Lungenentzündungen. Dann spricht man von Aids. Diese Abkürzung steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, also „Erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom“.