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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

03.01.2022

Präventive Wohnungsnotfallhilfe gegen drohende Obdachlosigkeit

Jobcenter Kreis Kleve unterstützt Projekt der Caritas Kleve und des Sozialdienstes katholischer Frauen im Kreis Kleve

November-Statistik des Jobcenters Kreis Kleve zur Grundsicherung für Arbeitsuche zeigt weiterhin sinkende Zahl von SGB-II-Bedarfsgemeinschaften

  

Kreis Kleve – Wenn Menschen in eine finanzielle Notlage geraten, wird nicht selten auch die Zahlung der Miete zum Problem. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer Räumungsklage durch den Vermieter führen. Es droht Obdachlosigkeit. Für diesen Personenkreis haben der Caritasverband Kleve e.V. und der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. im Kreis Kleve Anfang 2021 im Rahmen der Landesinitiative „Endlich ein ZUHAUSE“ das Projekt „Präventive Wohnungsnotfallhilfe“ im Kreis Kleve gestartet. Das Jobcenter des Kreises Kleve ist aktiver Partner in diesem Projekt und unterstützt die Träger bei der Präventionsarbeit gegen Obdachlosigkeit, insbesondere auch durch regelmäßige Runde Tische. Finanziert wird das Projekt vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW im Rahmen des Aktionsprogramms „Hilfe in Wohnungsnotfällen“.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Das Projekt richtet sich unmittelbar an von Wohnungslosigkeit bedrohte und betroffene Haushalte sowie Menschen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf. Durch das Projekt sollen Menschen im Kreis Kleve bei Mietschulden, Kündigungen und Räumungsklagen und Zwangsräumungen durch Beratung und Begleitung eine bedarfsgerechte Unterstützung erhalten. Im Falle eines drohenden Wohnungsverlustes ist es nicht zu spät. Das Projekt hilft dabei, durch Vermittlung einer Mietschuldenübernahme durch das Jobcenter oder Sozialamt in Form eines Darlehens oder durch ein Darlehen über eine Stiftung den drohenden Wohnungsverlust abzuwenden. Ebenso hilft es dabei, eine neue Wohnung zu finden. An das Projekt können sich sowohl betroffene Personen als auch Vermieter, die offene Mietforderungen haben oder aber auch Wohnungen anbieten können, wenden. Ansprechpartner sind Anja Flintrop vom Sozialdienst katholischer Frauen e. V. (Telefon 02821 7513-10) und Stefan Schraven vom Caritasverband Kleve e. V. (Telefon 02821 7209-240). „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und ein ‚Dach über dem Kopf‘ ist ein wichtiger Mosaikstein für ein würdevolles Leben. Darum unterstützt der Kreis Kleve mit seinem Jobcenter dieses Projekt der Caritas und des Sozialdienstes katholischer Frauen“, so Landrätin Silke Gorißen. „Wir hoffen, gemeinsam möglichst vielen Menschen ein Zuhause erhalten zu können.“

Weniger SGB-II-Bedarfsgemeinschaften

Der aktuelle Bericht „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ zeigt, dass die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im Dezember 2021 weiter leicht gesunken ist (minus 22), und zwar auf nunmehr 7.319. Von den 13.082 Betroffenen sind 9.742 erwerbsfähig, bei den verbleibenden 3.340 handelt es sich in der Regel um Kinder. Die Zahl der Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt, die in der Statistik nach einer dreimonatigen Wartezeit erfasst werden, lag im August 2021 bei insgesamt 461. 367 Integrationen erfolgten in sozialversicherungspflichtige Arbeit, weitere 94 in Minijobs.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im November 2021 ein Gesamtbetrag in Höhe von rund 8,81 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,37 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher wurden im Jahr 2021 (Januar bis November) insgesamt 100,8 Mio. Euro aufgewendet.