Direkt zu:
Sprache

Suche
Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

28.02.2022

Örtlicher Beirat SGB II beschließt „Maßnahmenpaket 2022“ des Jobcenters

Kreis Kleve legt Februar-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

 

Kreis Kleve – Bei der jüngsten Sitzung des Örtlichen Beirats SGB II im Kreis Kleve wurden die Mitglieder als Partner und Akteure auf dem Arbeitsmarkt über aktuelle Entwicklungen informiert und in die Jahresplanung einbezogen. Hierzu gehören neben Landrätin Silke Gorißen als Vorsitzende des Örtlichen Beirats SGB II die Agentur für Arbeit, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, die Kreishandwerkerschaft Kleve, die Landwirtschaftskammer NRW, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände Kleve, die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, ein Vertreter der Kommunen, die Regionalagentur Niederrhein und die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Kreises Kleve. Der Örtliche Beirat SGB II berät das Jobcenter Kreis Kleve als Träger der Grundsicherung bei der Gestaltung der Eingliederungsmaßnahmen. So wurde beispielsweise das „Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2022“ vorgestellt und von den Mitgliedern beschlossen. Hierbei handelt es sich um den „Fahrplan“ des Jobcenters Kreis Kleve, der alle angebotenen Maßnahmen, Projekte und Förderinstrumente der aktiven Arbeitsmarktförderung für das Jahr 2022 enthält.

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch weiterhin die zentralen Zielsetzungen des Jobcenters Kreis Kleve. Ein Tätigkeitsschwerpunkt bleibt die Verhinderung und Verringerung von Langzeitleistungsbezug. Hierfür werden zahlreiche Unterstützungsleistungen zur Eingliederung dieser Personen in Arbeit und zur Teilhabe am Arbeitsmarkt angeboten. Da in vielen Fällen die Langzeitarbeitslosigkeit mit einer oder mehreren gesundheitlichen Einschränkungen einhergeht, bleibt auch das Thema „Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen“ auf der Agenda des Jobcenters Kreis Kleve. In den vergangenen zwei Pandemie-Jahren wurde ferner im Interesse der Kundinnen und Kunden die Digitalisierung des Jobcenters Kreis Kleve vorangetrieben. Für das Jahr 2022 sind hierzu weitere Maßnahmen geplant, beispielsweise die digitale „Verzahnung“ der Online-Serviceleistungen. Auch für die Zielgruppe der Unter-25-Jährigen wird ein umfangreiches Maßnahmenpaket angeboten, das die jungen Menschen auf eine Ausbildung oder den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Weitere Beratungsschwerpunkte sind alleinerziehende Kunden und Kundinnen sowie Flüchtlinge. „Landauf, landab hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit in der Corona-Pandemie verfestigt. Das Jobcenter Kreis Kleve hat diesen Personenkreis somit weiterhin verstärkt im Blick“, so Landrätin Silke Gorißen. „Da im Kreis Kleve in den vergangenen Monaten die Zahl der Menschen, die Transferleistungen erhalten, insgesamt gesunken ist, können wir uns nun noch intensiver um die langzeitarbeitslosen Personen kümmern.“ Das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2022 des Jobcenters Kreis Kleve ist auf den Internetseiten des Kreises Kleve abrufbar.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im Februar 2022 sank die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften um 69 auf nunmehr 7.123. Aktuell leben 12.746 Personen im Kreis Kleve in diesen Bedarfsgemeinschaften, davon sind 9.488 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bei den verbleibenden 3.258 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreis Kleve befinden sich etwa 4,8 im SGB-II-Leistungsbezug.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im Oktober 2021 konnten 261 Personen in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten vermittelt werden. Weitere 67 Personen arbeiten nun in einem Minijob.

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Januar 2022 ein Betrag in Höhe von 8,1 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,11 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft.