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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

31.01.2022

Kreis Kleve untersagt freiwillige Impfungen gegen BVD-Rinder-Virus

Landesweites Programm: NRW setzt sich bei der EU für den Status „frei von Boviner Virus Diarrhoe“ ein

Kreis Kleve – Der Kreis Kleve untersagt Rinderhaltern ab sofort eine freiwillige Impfung der Tiere gegen Boviner Virus Diarrhoe (BVD). Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat der Kreis Kleve jetzt erlassen.

Die BVD ist eine durch ein Virus verursachte Infektionskrankheit des Rindes. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar. Mögliche Symptome bei den Tieren sind Durchfall, Fieber, Atemwegserkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen, reduzierte Milchleistung und Todesfälle. Der überwiegende Teil der Infektionen verläuft jedoch symptomlos. Kälber können sich bereits im Mutterleib infizieren.

Da die Erkrankung im Betrieb für große wirtschaftliche Schäden sorgt, hat das Land NRW bereits vor Jahren ein Programm zur Bekämpfung der BVD aufgelegt. Dadurch ist die Erkrankung deutlich zurückgegangen. Hintergrund des Verbots freiwilliger Impfungen ist, dass NRW nun bei der Europäischen Kommission einen Antrag auf Genehmigung eines Programms zur Tilgung von BVD eingereicht hat. Ziel dieser Initiative ist es, in NRW den Status „frei von BVD in Bezug auf gehaltene Rinder“ zu erhalten. Hierfür muss allerdings die eigenständige, freiwillige Impfung gegen das Virus eingestellt werden.

Der Anteil der Rinderbetriebe in NRW, die noch gegen BVD impfen, liegt bei knapp drei Prozent. Im Einzelfall kann bei einem Ausbruch der Erkrankung weiterhin die Impfung durch den Kreis Kleve angeordnet werden.