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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

22.09.2022

Kreis Kleve empfiehlt die Impfung gegen die Virusgrippe

Dr. Martina Scherbaum, Leitende Amtsärztin, erwartet nach den Hygienemaßnahmen der vergangenen Monate eine schwerere Influenza-Welle als in den Vorjahren.

Kreis Kleve – Der Kreis Kleve rät zu einer baldigen Grippeschutzimpfung. Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis genügend Abwehrstoffe im Körper gebildet wurden, um eine Infektion mit Grippeviren verhindern zu können. Deshalb ist jetzt – im Vorfeld der Grippewelle 2022/’23 – ein guter Zeitpunkt, sich impfen zu lassen. Die Virusgrippe („Influenza“) ist hoch ansteckend und kann durch Niesen und Händeschütteln Erkrankter schnell auf gesunde Personen übertragen werden. „Es ist leider zu erwarten, dass die kommende Grippewelle stärker ausfallen wird als in den vorangegangenen Jahren, da durch die zuletzt eingehaltenen Infektions-Schutzmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie die Immunität gegen die Grippeviren in der Bevölkerung geringer ist“, sagt Dr. Martina Scherbaum, Leitende Amtsärztin des Kreises Kleve. „Die Grippewelle auf der südlichen Welthalbkugel, die der Welle auf der nördlichen Halbkugel vorausgeht, war ebenfalls relativ stark ausgeprägt.“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt durchgängig den Vierfach-Impfstoff, der von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird. Dieser ist gegen vier verschiedene Influenzasubtypen gerichtet, gut wirksam und deckt mehr als 90 Prozent der aktuell zirkulierenden Influenzaviren ab. Eine Impfung ist in den niedergelassenen Arztpraxen, bei Betriebsärzten sowie in einigen Apotheken möglich. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bereits 22 Millionen Impfdosen gegen Virusgrippe für die Wintersaison 2022/2023 freigegeben.

Typisch für die Influenzagrippe ist der plötzliche Beginn mit hohem Fieber, Reizhusten, starken Kopfschmerzen, oftmals begleitet von Gliederschmerzen und allgemeinem Schwächegefühl. Sollte die Impfung im Oktober oder November versäumt werden, kann diese auch noch im Dezember und selbst zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle noch sinnvoll sein.

Auch wenn die Grippeschutzimpfung keinen 100-prozentigen Schutz bieten kann, senkt sie zumindest das Risiko für schwere Verläufe und kann die Erkrankungszeit verkürzen. Die STIKO betont, dass mit den verfügbaren Grippeimpfstoffen der größte Effekt – Schutz der Menschen und Entlastung des Gesundheitssystems – erzielt werden kann, wenn die Impfquoten vor allem bei Risikogruppen erheblich gesteigert werden können. Besonders wichtig ist die Grippeschutzimpfung für Über-60-Jährige und für Menschen mit Grunderkrankungen. Weitere Personengruppen, für die Grippeschutzimpfungen wichtig sind, sind Berufstätige im Gesundheitswesen und in Bereichen mit viel Publikum sowie Schwangere.

Auch mit Blick auf aktuelle Corona-Pandemie ist eine hohe Grippeschutz-Impfquote bei Risikogruppen wichtig, um schwere Grippeverläufe zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern zu vermeiden. Mit jeder Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern trägt auch dazu bei, die Verbreitung des Grippevirus zu verringern. „Bislang lassen sich lediglich 30 bis 40 Prozent der vulnerablen Gruppen gegen Influenza impfen. Auch beim medizinischen Personal war zuletzt die Impfquote rückläufig“, so Dr. Scherbaum. „Sinnvoll kann bei Risikogruppen die simultane Impfung mit dem Corona-Auffrischungsimpfstoff sein.“