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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

29.11.2022

Kreis Kleve bringt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Wunderland Kalkar unter

13 geflohene Jugendliche sind bereits vor Ort und werden dort auch medizinisch versorgt und sozialpädagogisch betreut.

Kreis Kleve – Der Kreis Kleve hat Unterbringungsmöglichkeiten für minderjährige Geflüchtete im Wunderland Kalkar geschaffen. Aktuell sind 13 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) in Kalkar untergebracht und werden dort betreut. Weitere sechs Jugendliche werden in dieser Woche erwartet. Der Kreis Kleve und die Stadt Kalkar haben das Vorgehen frühzeitig miteinander abgestimmt und arbeiten eng zusammen.

Die Anzahl der UMA ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. In der Vergangenheit hat die Landesverteilstelle, die beim LVR angesiedelt ist, den Jugendämtern mit zeitlichem Vorlauf und in vorheriger Absprache Jugendliche zugewiesen, damit die Unterbringung geplant werden konnte.

Zur Entlastung stark in Anspruch genommener Jugendämter landesweit erfolgt die Zuweisung inzwischen ohne vorherige Absprache. Damit sind kurzfristige Unterbringungen nötig. Auf diese neue Situation hat der Kreis Kleve nun reagiert. Aufgrund bereits ausgelasteter Kapazitäten in der stationären Jugendhilfe hat der Kreis Kleve in Kooperation mit den fünf Stadtjugendämtern im Kreisgebiet nun eine so genannte „Brückenlösung“ im Wunderland Kalkar geschaffen.

Dort können bis zu 50 Jugendliche untergebracht werden. Die UMA erhalten ein Zimmer, werden verpflegt und erhalten eine medizinische Versorgung. Dazu wird in Zusammenarbeit mit den freien Trägern der Jugendhilfe ein Angebot aus sozialpädagogischer Betreuung und Sprachkursen geschnürt.

Das Angebot im Wunderland Kalkar ist bis Ende April 2023 befristet.