Direkt zu:
Sprache

Suche
Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

16.12.2021

„Geflügelpest“ im Kreis Wesel bestätigt Aus der vorläufigen wird nun eine feste Überwachungszone

Für ein Gebiet östlich der Ortschaft Rees-Haldern gelten verschärfte Hygiene-Regeln.

Kreis Kleve – Im benachbarten Kreis Wesel hat ein Labor den Verdacht des Ausbruchs der Hochpathogenen Aviären Influenza („Geflügelpest“) bestätigt. Damit wird aus der bisherigen vorläufigen Überwachungszone um den betroffenen Bestand eine feste Überwachungszone. Dieser Radius ragt auch in den Kreis Kleve hinein und betrifft unter anderem ein Gebiet östlich der Ortschaft Rees-Haldern.

Für dieses Gebiet hat der Kreis Kleve die bisherige Allgemeinverfügung aufgehoben und durch eine Neufassung ersetzt. Damit gelten in der Überwachungszone unter anderem folgende Regelungen – Ausnahmen müssen mit dem Veterinäramt des Kreises Kleve abgestimmt werden:

1.    Anzeigepflicht: Tierhaltende Betriebe haben dem Veterinäramt unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Vögel unter Angabe ihrer Nutzungsart und ihres Standorts und der verendeten gehaltenen Vögel, sowie jede Änderung anzuzeigen.

2.    Verbringungsverbot: Folgende Tiere und Erzeugnisse dürfen nicht aus einem Bestand verbracht werden: Vögel, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier, sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte, die von Geflügel und Federwild stammen und Futtermittel.

3.    Eigenüberwachung: Tierhaltende Betriebe haben eine zusätzliche Überwachung im Betrieb durchzuführen, indem die gehaltenen Vögel einmal am Tag auf Veränderungen zu prüfen sind (gesteigerte Todesrate, verringerte Beweglichkeit der Tiere, signifikanter Anstieg oder Rückgang der Produktionsdaten).

4.    Schadnager-Bekämpfung: Tierhaltende Betriebe haben Maßnahmen zur Bekämpfung von Insekten und Nagetieren sowie anderer Seuchenvektoren im Betrieb und um den Betrieb herum ordnungsgemäß anzuwenden und hierüber Aufzeichnungen zu führen.

5.    Hygienemaßnahmen: Tierhaltende Betriebe haben an allen Zufahrts- und Abfahrtswegen täglich Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen.

6.    Weitere Hygienemaßnahmen: Tierhaltende Betriebe haben zum Schutz vor biologischen Gefahren sicherzustellen, dass jegliche Personen, die mit den gehaltenen Vögeln im Betrieb in Berührung kommen oder den Betrieb betreten oder verlassen, Hygienemaßnahmen beachten.

Genauere Angaben und weitere Auflagen finden sich im Text der Allgemeinverfügung auf der Homepage des Kreises Kleve. www.kreis-kleve.de(Suchbegriff „Bekanntmachungen“.

Die durch eine weitere Allgemeinverfügung geltende kreisweite Aufstallpflicht für Geflügel sowie das kreisweite Ausstellungsverbot bleiben bestehen.

Die Regelungen gelten bis auf Weiteres.

 

Zur Allgemeinverfügung