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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

25.03.2022

Bürgermeister Gerwers: „Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und dem Kreis Kleve funktioniert hervorragend.“

Gemeinsame Pressemitteilung des Kreises Kleve und der Konferenz der Bürgermeisterin, der Bürgermeister und der Landrätin im Kreis Kleve

 

Landrätin Silke Gorißen und Bürgermeister-Sprecher Christoph Gerwers reagieren mit großem Unverständnis auf die Vorwürfe der Freien Wähler im Kreis Kleve zur Koordination der Ukraine-Hilfe

 

Kreis Kleve – Mit großem Unverständnis haben Landrätin Silke Gorißen sowie die Bürgermeisterin und die Bürgermeister im Kreis Kleve auf den Vorwurf der Freien Wähler Kreis Kleve reagiert, es gäbe kein kreisweit koordiniertes Vorgehen bei der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge aus der Ukraine. „Die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und dem Kreis Kleve in einer nie dagewesenen Krise funktioniert hervorragend. Wir Hauptverwaltungsbeamte sind der Landrätin dankbar, dass sie die Aufnahme und Versorgung durch das Kommunale Integrationszentrum so gut koordiniert", weist Bürgermeister Christoph Gerwers als Sprecher der Konferenz der Bürgermeister/in und der Landrätin im Kreis Kleve die Vorwürfe entschieden zurück.

Mit Hochdruck arbeiten der Kreis Kleve und die Städte und Gemeinden an der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine. Seit Beginn des Krieges tagen Arbeitsgruppen in den Rathäusern und im Kreishaus. Regelmäßig tauschen sich die Verwaltungsspitzen wie auch die direkt zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Ein wichtiges Thema dabei ist die Unterbringung der Menschen vor Ort.

„Über unsere Arbeit wurde in den vergangenen Wochen immer wieder öffentlich berichtet. Somit den ungeprüften Vorwurf auszusprechen, wir würden uns nicht umfassend um die geflüchteten Menschen kümmern, ist vollkommen absurd“, sagt Landrätin Silke Gorißen. „Vor allem ist ein solcher Vorwurf ein ‘Schlag ins Gesicht‘ der zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen sowie der vielen ehrenamtlichen Helfer vor Ort, die zusammen an einem Strang ziehen, um alles Menschenmögliche zu unternehmen, die Flüchtlinge schnell und gut aufzunehmen.“

Die kreisweite Hilfe für die Menschen aus der Ukraine findet auf unterschiedlichen Ebenen statt. Nur einige Beispiele:

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Kleve sammelt, koordiniert und verteilt Hilfegesuche und Hilfsangebote für den Kreis Kleve sowie für alle Städte und Gemeinden. Bereits einen Tag nach Kriegsbeginn waren entsprechende Online-Formulare auf der Homepage des Kreises Kleve verfügbar und werden seitdem rege genutzt.

Die Ausländerbehörde des Kreises Kleve hat unverzüglich auf die aktuelle Situation reagiert und Sonderkontingente für die Ukraine-Flüchtlinge umgesetzt. Der Kreis Kleve bietet bis zu 450 zusätzliche Besuchstermine pro Woche für ukrainische Geflüchtete an. Die Terminvergabe erfolgt in enger Abstimmung mit den Kommunen. Bei diesen Besuchsterminen in der Ausländerbehörde erfolgt die Aufnahme biometrischer Daten zur Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen und – im Rahmen der vom Land NRW vorgegebenen technischen Möglichkeiten  – Registrierungen der Personen.

Für die Betreuung der schulpflichtigen Kinder ist die Schulaufsicht für den Kreis Kleve federführend verantwortlich. Bisher wurden rund 80 ukrainische Kinder verschiedenen Schulen im Kreis Kleve zugewiesen oder werden in den kommenden Tagen zugewiesen. Aktuell sind noch ausreichend Schulplätze vorhanden. Die Schulen entscheiden individuell, in welcher Klasse bzw. in welchem Jahrgang die Erstförderung stattfindet.

Das Jobcenter Kreis Kleve bietet für die geflüchteten Menschen, die eine Arbeit aufnehmen wollen, die „JobZENTRALE“ nun auch in ukrainischer Sprache an. Dieses Onlineportal bündelt täglich sämtliche Stellen- und Ausbildungsangebote für den Kreis Kleve und die Region aus Stellenbörsen, Tageszeitungen und Firmenhomepages. Das Angebot wird ab sofort vollständig in die ukrainische Sprache übersetzt. Außerdem lassen sich die Sprachen Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Russisch und Rumänisch mit einem Klick auswählen.

Landrätin Silke Gorißen und Bürgermeister-Sprecher Christoph Gewers bedanken sich bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die die geflüchteten Menschen aus der Ukraine im Kreis Kleve in Empfang nehmen: „Die vergangenen Wochen waren herausfordernd und die kommenden Monate werden es weiterhin sein. Vielen Dank, dass Sie alle mit Ihren Spenden und Hilfsangeboten dazu beitragen, dass sich die traumatisierten Menschen bei uns sicher fühlen können.“

Auf der Homepage des Kreises Kleve gibt es weitere Infos zur Ukraine-Hilfe. Dort sind auch die entsprechenden Internetseiten der Städte und Gemeinden verlinkt.

Christoph Gerwers, Sprecher der Konferenz der Bürgermeister/in und der Landrätin im Kreis Kleve, und Landrätin Silke Gorißen

Christoph Gerwers, Sprecher der Konferenz der Bürgermeister/in und der Landrätin im Kreis Kleve, und Landrätin Silke Gorißen.