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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

31.05.2021

Alleinerziehende Arbeitsuchende trifft Corona-Krise besonders hart

Jobcenter Kreis Kleve legt Mai-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

  

Kreis Kleve – Die Zahl der Menschen, die im Kreis Kleve auf SGB-II-Leistungen angewiesen sind, ist im Mai leicht gesunken. Wies die April-Statistik noch ein Plus von 97 so genannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften gegenüber dem Monat März aus, so verzeichnete das Jobcenter Kreis Kleve im Mai 41 Bedarfsgemeinschaften weniger. Aktuell leben in den 7.865 Bedarfsgemeinschaften 14.126 Menschen, davon 10.519 so genannte erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bei den verbleibenden 3.607 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. „Gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie zeigt sich der Arbeitsmarkt im Kreis Kleve weiter sehr widerstandsfähig, auch wenn der Einfluss auf die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen weiterhin deutlich erkennbar ist“, fasst Landrätin Silke Gorißen die aktuellen Entwicklungen zusammen. Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im Januar 2021 konnten 112 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Weitere 41 Personen arbeiten nun in einem Minijob.

Im April 2021 wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Betrag in Höhe von 8,95 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,43 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bislang lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2021 (Januar bis April) bei insgesamt 36 Mio. Euro.

Aktivcenter Erziehende

Von aktuell 10.519 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sind 1.565 Personen alleinerziehend. Dies entspricht einem Anteil von knapp 15 Prozent. Diese Gruppe umfasst 1.462 Frauen und 103 Männer. „Alleinerziehende Arbeitsuchende trifft die Corona-Krise besonders hart“, so Landrätin Silke Gorißen. Zum einen ist die Herausforderung, eine gesicherte Kinderbetreuung zu organisieren, auf Grund von eingeschränkten Betreuungsmöglichkeiten und Kontaktverboten erheblich erschwert worden. Zum anderen ist die Zahl die geringfügigen Beschäftigungen – sogenannte Minijobs oder 450-Euro-Jobs – während der Corona-Pandemie besonders stark eingebrochen. Und für viele Alleinerziehende sind gerade diese Jobs ein Einstieg ins Erwerbsleben.

Das Jobcenter Kreis Kleve bietet auch dieser Zielgruppe bereits seit mehreren Jahren das „Aktivcenter Erziehende“ an, das bei der Bewältigung von Alltagsherausforderungen, der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten und der Vorbereitung auf die Aufnahme einer nachhaltigen Beschäftigung hilft. Diese Unterstützung findet aktuell während der Corona-Pandemie in alternativer Form statt, beispielsweise telefonisch, per E-Mail sowie durch die Nutzung von „digitalen Pinnwänden“ und „Schoolclouds“. So können den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wichtige Unterstützungsangebote geliefert werden.

Unterstützung durch EFUS

Zusätzlich wurde im Mai der regelmäßige Austausch des Jobcenters Kreis Kleve mit den Verantwortlichen des Projekts EFUS wieder aufgenommen. Beim Kreis-Projekt EFUS – Einelternfamilien fördern und stärken – stehen insbesondere die Kinder im Mittelpunkt. Ziel ist es, durch individuelle Förderung die Situation der Familie nachhaltig zu verbessern. Im Rahmen des aktuellen Austauschs wurde deutlich, dass gerade in Zeiten der Pandemie durch Alleinerziehende Besonderes geleistet wird. Dennoch bedarf es einer intensiven Unterstützung, die durch das Projekt EFUS erreicht werden kann. Betroffene Einelternfamilien können telefonisch unter Telefonnummer 02821 8960699 Kontakt mit Projektleiter Wolfgang Freyth aufnehmen oder sich per E-Mail an efus@kreis-kleve.de um eine Teilnahme am Projekt bewerben.